Schlachtschwertierer - Schützengesellschaft Horn in Lippe von 1544 e.V.

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Hauptmann:
Ingo Moczarski
Finkenweg 4
32805 Horn-Bad Meinberg
          
Telefon-Nr. 05234 / 690369

Rottmeister:
Siegfried Harte
Tillestr. 4
32805 Horn-Bad Meinberg

Telefon-Nr. 05234 / 69619


Email: schlachtschwertierer @ sg-horn.de




Waren die Rotten früher nach Nummern geordnet, so änderte sich dies zu Beginn des 20. Jahrhundert. Aus der Kompanie wurde ein Bataillon. Die Rotten, zunächst 5, erhielten Eigennamen. Diese Namen orientierten sich am alten historischen Stadtgrundriß. Dieser Stadtgrundriß, in dessen Mitte sich zwei mittelalterliche Handelswege kreuzten teilte die Stadt in vier gleich große Quartiere. Besondere städtebauliche Merkmale in den vier Stadtteilen gaben den vier Rotten den Namen. Zu diesen vier Rotten kam als Ehrenrott das Rott der Schlachtschwertierer und 1953 das Moorrott, das seinen Namen von dem neuen großen Stadtteil außerhalb des Weichbildes der alten Stadt, der “Moorlage” erhielt. Moorlage ist eine alte Flurbezeichnung. Hier siedelten sich die aus der Senne wegen Erweiterung des Truppenübungsplatzes ausgesiedelten Haustenbecker an.

Schützenfest 2012 in Oberschledorn

Die Schlachtschwertierer sind das Ehrenrott der Schützengesellschaft Horn. Sie führen ihren Ursprung zurück auf die Befreiung eines lippischen Grafen aus der Gefangenschaft eines Herzogs von Braunschweig. Zur Bezeichnung des Rottes der Schlachtschwertierer ist zu sagen, daß man die Schwerter Biedenhänder (Zweihänder) oder Schlachtschwerter nannte. Die Träger der Schwerter wurden “Herren des langen Schwertes” oder “Schlachtschwertierer” genannt.

Die Schlachtschwertierer waren immer schon das Ehrenrott, das Vorzeigerott der Gesellschaft. Sie hatten die Fahne zu begleiten und auch sonst im wesentlichen repräsentative Aufgaben. Das dabei die Horner Schlachtschwertier etwas besonderes darstellen, ergibt sich aus ihrer Einmaligkeit. Sie sind die einzige Gruppe in Europa, die noch 16 Schlachtschwerter und 16 Kettenpanzer als überlieferte Gruppe trägt und so die alte Tradition fortführt. Deshalb wurden und werden sie auch bei großen Anlässen immer wieder angefordert und eingesetzt:

1868 bat Fürst Woldemar zu einer Festveranstaltung an den Externsteinen. Dafür erhielt jeder Schlachtschwertierer ein Bild des Fürstenpaares mit Widmung.

1875 stellten sie die Ehrenwache Sr. M. Kaiser Wilhelm I. bei der Einweihung des Hermannsdenkmals.

1897 beim Empfang des Grafregenten Ernst zur Lippe Biesterfeld gaben sie dem Regenten das Ehrengeleit und stellten die Ehrenwache während seines Antrittsbesuches in der Stadt Horn.

1904 hat das Rott den Fürsten Leopold IV. vom Bahnhof zum Schloß geleitet.

1905 waren sie zur Enthüllung des Denkmals des Grafregenten Ernst eingeladen und stellten dort die Wache.

Aber auch in jüngerer Zeit hatten und haben Sie repräsentative Aufgaben zu erfüllen, so z.B. bei der Hochzeit des Prinzen Stefan zur Lippe, bei der Jubiläumsveranstaltung 50 Jahre NRW und 40 Jahre Lippe in NRW, den NRW Tagen und die Ehrenwache bei der Trauerfeier seiner Durchlaucht Dr. Armin Prinz zur Lippe.

1983 wurden die bis dahin im Original getragenen Schwerter und Kettenpanzer durch bei einem Waffenmeister in Österreich gefertigte Duplikate ersetzt. Die Originalschwerter befinden sich heute im Heimatmuseum der Stadt Horn-Bad Meinberg in der Hornschen Burg.


Auflistung der Hauptmänner:
(soweit sie zurückverfolgt werden können:)

1900 Simon Roog

1920 Konrad Krome

1953 Erich Felbrich

1970 Georg Capelle

1995 Wilhelm Rathert

2004 Detlef Richtsmeier

2010 Heinz-Jürgen Köller

2013 Ingo Moczarski


Auflistung der Rottmeister:
(soweit sie zurückverfolgt werden können:)

1851 Conrad Schierenberg

1863 Möller

1867 Karl Koch

1884 A. Sünkler

1887 C. Wagner

1890 Simon Roog

1900 Karl Obertopp

1920 August Ostmann

1935 August Capelle

1838 Fritz Harte

1953 Georg Grüttemeier

1960 Georg Capelle (sen.)

1970 Gerhard Strohmeier

1983 Reinhard Berghahn

1989 Wilhelm Rathert

1995 Detlef Richtsmeier

2004 Heino Köller

2010 Ingo Moczarski

2013 Siegfried Harte

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